Standort Polen

Die deutschen Direktinvestitionen in Polen erreichten in der Zeit nach der Wende 1989 mehr als 21 Mrd. Euro. Das Interesse deutscher Investoren an Polen ist mit dem EU-Beitritt Polens im Jahre 2004 deutlich gewachsen.  Selbst in dem Rezessionsjahr 2009 haben deutsche Firmen ihre Investitionen in Polen auf 2,1 Mrd. Euro erhöht. Obwohl die gesamten Auslandsinvestitionen in Polen von zehn auf 8,5 Mrd. Euro  im J. 2010 schrumpften, investierten deutsche Unternehmen nochmals die Rekordsumme von 2,8 Mrd., ungeachtet der Abschwächung der Wirtschaft in Deutschland. Sowohl von der Anzahl als auch nach der Investitionssumme stehen deutsche Firmen unverändert an erster Stelle bei den ausländischen Direktorinvestitionen in Polen. Die Mehrheit der Investitionen betrifft Neugründungen, die Übernahmen oder Teilnahme an der Privatisierung ehemaliger staatlichen Unternehmen spielen dabei eine marginale Rolle.

Der wichtigste Grund dieser Entwicklung liegt in unverändert anbleibenden Stärken des Standorts Polen. Diese Stärken liegen eindeutig in der Mitgliedschaft Polens in der EU und dem dadurch möglichen Zugang zu den EU-Fördermitteln, der günstigen Lage Polens zu Deutschland, den nach wie vor anhaltenden Lohnkostendifferenzen und der Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte.
 
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